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Dehnfugenband

Unter Bewegungsfugen werden Fugen verstanden, die unterschiedliche Bewegungen der Bauteile in einer oder in mehreren Richtungen erlauben, z.B. Dehnung, Verkürzungen, unterschiedliche Setzungen benachbarter Bauteile, Verdrehungen und Kombinationen dieser Bewegungen.
Sie gehen als Raumfugen vorgegebener Breite durch den gesamten Betonquerschnitt und müssen durchgehend so breit sein, daß alle Bewegungen ohne Zwängung möglich sind.

Eine ungehinderte Bewegung wird sichergestellt durch eine ausreichende Fugenbreite (abhängig von der Länge des Bauteils und der größten auftretenden Temperaturdifferenz), durch vollständige Unterbrechung der Bewehrung und durch eine Fugeneinlage (am besten Weichfaserplatten, geschützt durch dauerelastische Fugenmasse wie z. B. Thiokol, Teer-Polyurethan, Fugenabdeckband). Die Fugenabdeckung muß - insbesondere bei horizontalen Flächen - gewährleisten, daß keine Fremdkörper (z. B. Kieskörner, Schmutz) in die Fuge eindringen und die ungehinderte Bewegung beeinträchtigen.

Die Wasserdichtigkeit der Bewegungsfugen wird i. d. R. durch mittig angeordnete Dehnungsfugenbänder (PVC oder Kunstkautschuck) erreicht. Dabei sollte die Einbindung kleiner als die Überdeckung sein.

Für extreme Bewegungen und aus betrieblichen Gründen können außenliegende, auswechselbare Fugenbänder zweckmäßig sein, die mit einer Druckschiene angeklemmt oder angeschraubt werden. Dies ist nur sinnvoll, wenn die Bänder auch später zugänglich sind.
An Kreuzungen von Bewegungsfugen und horizontalen Arbeitsfugen ist die Arbeitsfugendichtung zu unterbrechen. Der Anschluß an das Bewegungsfugenband muß wasserdicht erfolgen. Bei Verwendung von Blechen können diese an dem Dehnungsfugenband durch Klemmen befestigt werden. Die Stahllaschen sollten einen Querschnitt von 10x40 mm nicht unterschreiten.
Bei Bewegungsfugen finden auch Stemmdichtungen Anwendung, die mit speziellen Werkzeugen in den Fugenspalt eingepreßt werden.

>> Fugenbänder nach PVC-Werksnorm
>> Fugenbänder nach DIN 18541
>> Übersicht spezielle Formteile